Auf einem der letzten Streifzug in meinem Revier fand ich einen Igel mit starkem Parasitenbefall. ich nahm ihn mit und habe ihn von 75!!! Zecken befreit. Dann habe ich ihn an geeigneter Stelle, abseits der Straßen, wieder ausgesetzt.

Igel mit ZeckenIn dieser Jahreszeit, wenn die Nächte kühl und die Tage kürzer werden, fressen die Tiere sich “Winterspeck” an, suchen sich für die kalte Jahreszeit ein Quartier und halten einen Winterschlaf.
Gerne nutzen Igel Laubhaufen und Gehölzschnitte als Verstecke. Wo üppige Brombeerbüsche wachsen, werden diese bevorzugt genutzt. Die Igel graben meist eigene Baue, die ihnen als Ruheplätze dienen. Der Eingang des Baues ist dann in dichtem Bewuchs verborgen, das Nest wird mit trockener Vegetation ausgekleidet.
Igel bewohnen eine Vielzahl von Lebensräumen: Sie bevorzugen eher trockene Habitate, diese finden sich unter anderem in lichten Wäldern, Grasländern und auch Kulturlandschaften.

Außerhalb der Paarungszeit führen Igel zumeist ein einzelgängerisches Leben. Sie sind vorwiegend dämmerungs- oder nachtaktiv. Stacheligel rollen sich bei Gefahr zu einer Kugel zusammen und richten ihre Stacheln auf.

Einmal im Jahr bringen Igel Nachwuchs zur Welt. Nach einer rund 30- bis 48-tägigen Tragzeit wirft das Weibchen  vier bis fünf Jungtiere. Dia Neugeborenen sind zunächst blind und hilflos. Sie haben bei der Geburt noch weiche Stacheln, um den Geburtskanal der Mutter nicht zu verletzen. Nach 12 bis 24 Tagen öffnen die Jungtiere die Augen, nach sechs bis acht Wochen werden sie entwöhnt. Die Geschlechtsreife tritt meist nach 6 bis 12 Monaten ein. Die Lebenserwartung in freier Natur beträgt – soweit bekannt – drei bis sieben Jahre.

Die Nahrung der Igel besteht in erster Linie aus Wirbellosen (beispielsweise Insekten und deren Larven sowie Ringelwürmern), sie nehmen aber auch kleine Wirbeltiere und Aas zu sich. In kleinerem Ausmaß verzehren sie auch pflanzliches Material wie Wurzeln und Früchte.