Eulen

 

Eulen besitzen eine sehr typische Gestalt. Als auf die nächtliche Jagd spezialisierte Vögel unterscheiden sich Eulen von anderen Vögeln durch spezifische anatomische Merkmale. Der Körper ist gedrungen und der Kopf, im Vergleich zu dem anderer Vögel, auffällig groß und rundlich. Der Schnabel der Eulen ist stark gekrümmt und scharfkantig. Viele Eulenarten sind außerdem geschickte Bodenjäger, die in der Lage sind, eine am Boden davonhuschende Maus einzuholen. Die typischste Jagdmethode ist jedoch das konzentrierte Fixieren der Beute von einer Warte oder aus dem Flug heraus, ein Abbremsen des Fluges unmittelbar vor dem Zusammentreffen mit der Beute, wobei die Beine nach vorne gestreckt und die Zehen weit gespreizt werden, und ein rascher Tötungsbiss, während gleichzeitig die Beute mit den kräftigen Fängen „gewalkt“ wird und die Flügel in der sogenannten „Fangstellung“ weit über die Beute gespreizt werden.

 

Eulen haben große, nach vorn gerichtete Augen. Diese Augen ermöglichen es ihnen, Gegenstände sowie ihre Beutetiere räumlich zu sehen und Geschwindigkeiten und Abstände abzuschätzen (binokulares Sehen). Die Augen selbst sind unbeweglich, stattdessen können die Tiere ihren Kopf bis zu 270° drehen, wodurch das Gesichtsfeld stark erweitert wird. Geschützt werden die Augen durch ein oberes und ein unteres Augenlid sowie durch eine Nickhaut, die das Auge bedecken können.

 

Eulen hören ausgezeichnet. Der Teil des Gehirns, in dem sich das Gehörzentrum befindet, ist sehr gut entwickelt. Viele Eulen haben außerdem einen optisch auffallenden Gesichtsschleier, der den Schall in Richtung ihrer Ohren lenkt.

 

Im Verhältnis zum Körpergewicht haben Eulen eine große Flügelfläche. Dies ermöglicht Eulen einen geräuscharmen Flug. Dieser wird auch dadurch unterstützt, dass die Flugfedern der meisten Gattungen einen weichen Rand haben.

 

Für die meisten Eulenarten sind Kleinsäuger wie Mäuse die bevorzugte Beute. Zum Beutespektrum gehören jedoch auch andere Vögel, Fische, Schlangen, Regenwürmer, Schnecken, Fledermäuse, Frösche, Motten und große Käfer.

 

Fast alle Eulenarten gelten in Deutschland als gefährdet. Für den Rückgang ihrer Populationen ist vor allem die Vernichtung der Lebensräume und der alten, naturbelassenen Wälder verantwortlich. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft stehen auch weniger Kleinsäuger als Nahrungsquelle zur Verfügung.

 

Man könnte noch so viel mehr erzählen über diese faszinierenden Jäger…

Der Uhu

 

Bei mir leben die Uhus Hänsel und Gretel. 2016 wurden von ihnen erfolgreich zwei Jungvögel aufgezogen. Gretel ist sehr vertraut mit mir und ich nehme sie mit zu öffentlichen Veranstaltungen, wie zum Beispiel in die Kirche zur Hubertusmesse in Oberhausen wo sie ganz ruhig und souverän auf meiner Faust sitzend das Geschehen in der Kirche verfolgt.

Mein Uhupaar Hänsel und Gretel haben sich als „Ammenvögel“ sehr gut bewährt.

Auf dem Foto: Uhuweib Lola vom letzten Jahr

Die Zwergohreule

 

Diese Eulen sind kleine bis mittelgroße Vögel, etwa so groß wie ein Star. Sie sind unauffällig, meist rindenfarben graubraun oder braun gefärbt. Die Federohren stehen weit auseinander und werden häufig angelegt.

Die Lebensräume der Zwergohreulen sind sehr vielfältig; locker baumbestandene Landschaftsstrukturen unterschiedlichster Art scheinen für die diese Gattung jedoch am attraktivsten zu sein. Auch Friedhöfe oder große Parks werden gerne genutzt.

Die Zwergohreulen sind nachtaktive Jäger großer Fluginsekten. Wirbeltiere wie Mäuse, Spitzmäuse, Vögel, Reptilien und Amphibien werden seltener erbeutet, spielen aber als Gelegenheitsbeute auch eine gewisse Rolle.
Zwergohreulen sind überwiegend Höhlenbrüter; sie nutzen Natur- oder Spechthöhlen als Nistgelegenheit.

2016 hatte ich den ersten Zuchterfolg mit dem noch jungen Brutpaar.

Der Steinkauz

 

Er ist ein charakteristischer Bewohner der Baumsteppe mit spärlicher oder niedriger Vegetation und jagt bevorzugt auf dem Boden. Ein einmal gewähltes Revier besetzt er meist über mehrere Jahre und zum Teil sogar lebenslang. Der Steinkauz galt bereits im antiken Grichenland als Vogel der Weisheit und ist das Sinnbild der Göttin Athene.

Im deutschen Sprachraum ist der Name „Steinkauz“ Hinweis darauf, dass diese Eulenart nicht nur in Baumhöhlen, sondern auch in Scheunen, Kapellen und Weinkellern aus Stein brütet. In Mitteleuropa gehen die Steinkauzbestände seit einigen Jahrzehnten stark zurück. Hauptursache dieses Rückgangs ist die Zerstörung von Lebensräumen, die dem Steinkauz geeignete Lebensbedingungen bieten.

Ich besitze zwei Zuchtpaare dieser kleinen einheimischen Eulenart.

Die Schleiereule

 

Das ist Saphia, aus meiner Zucht von 2016. Sie wurde von den Altvögeln aufgezogen. Ich trainiere sie für Flugvorführungen und setze sie später auch zur Zucht ein.

Die Schleiereule lebt in unmittelbarer Nähe des Menschen. Scheunen, Kirchen und Dachböden dienen als Ruhe und Brutplatz. Die angrenzenden Felder und Wiesen werden als Jagdgebiet genutzt. Sie erjagt hauptsächlich Mäuse.

Ich halte und züchte diese wunderschönen Eulen.

Der Brillenkauz

 

Das ist Eusebio. Dieser exotische Kauz mit der ungewöhnlichen Gefiederfärbung lebt ursprünglich in Waldgebieten in Südamerika bis Mexiko. Ich halte ein Paar dieser auffälligen Eulenart und hoffe auf Nachwuchs auch im nächsten Jahr.